Um die Seilrückung mittels Winde noch effizienter erledigen zu können, entwickelte der Forstausstatter Grube-Forst, Laakirchen, ein speziell gefertigtes Kunststoff-Endstück für Dynaforce-Kunststoffseile. Seit Ende Jänner ist das neue System im Programm. Innerhalb von wenigen Sekunden kann das neue Endstück ohne Spleißen und Werkzeugeinsatz montiert werden. Hierfür nimmt man einen 1,35 m langen Dynaforce-Seilabschnitt und umwickelt damit das Endstück. Dies entspricht der vierfachen Wicklung um den Trommelkern einer Seilwinde. Somit wird ein 100 %iger Kraftschluss erreicht. Die Idee für das neue System kam Seilexperten Karl Köck, Grube-Forst, in der Freitzeit beim Fischen. Zuerst wurde ein Holz-Modell erstellt, welches aber den Arbeitsdruck nicht standhielt. Daher entschied man sich für ein Kunststoff-Endstück mit eigens entwickeltem Material. Gemeinsam mit dem Kunststoff-Verarbeiter und -Hersteller Röchling Leripa Papertech, Rohrbach, konstruierte Grube-Forst das neue Seilsystem mit Gleitern (slider), Prallstücken (crasher) und Endstück (wrapper). „Zu den Vorteilen zählen, dass ein zeitaufwändiges Spleißen durch nicht geschultes Personal entfällt und die Gleiter mit größerer Bohrung ausgestattet sind. Außerdem sind die Einhängelaschen für Chokerketten zentral am Gleiter (slider) angeordnet. Anstatt der Hülsen aus Stahl oder Aluminium sind die Körper der Gleiter kompakt und vollständig aus Kunststoff gefertigt. Dadurch werden etwaige Blockierungen beim Rücken mit Chokerketten vermieden. Dies stellt eine seilschonende und effiziente Lösung für die Waldarbeit dar”, beschrieb Köck. Die Neuentwicklung ist für mantellose Kunststoffseile mit 10 und 12 mm Durchmesser – 4 bis 6 t-Winden – sowie für 14 bis 18 mm Seilstärken – 8 bis 14 t-Winden – ausgelegt.
06.06.2011


